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Ein fortlaufender Trend: Neue Wege der Datengewinnung über die eigene Gesundheit durch Wearables

Die Gesundheit der Zukunft - Medizin im Wandel

Wie verändert sich der Medizinmarkt in Zukunft? Wodurch werden Änderungen angestoßen? Und vor allem: Wer profitiert davon? Die Folgen für Patienten, Ärzte, Unternehmen und Krankenkassen sind ganz unterschiedlich. Die rasante Entwicklung verlangt allen Beteiligten ab, stets auf dem Laufenden zu bleiben, sodass wichtige Trends nicht verschlafen werden.

 

Wie digitale Technologien den Gesundheitsmarkt erobern

Zwei renommierte Unternehmensberatungen kamen 2016 in jeweils eigenständigen Studien zu einem identischen Ergebnis: Durch die Entwicklung neuer Technologien und den Auftritt neuer Marktteilnehmer wird sich der digitale Gesundheitsmarkt bis zum Jahr 2020 mindestens verdoppeln.

Aus den neuen digitalen Trends resultieren völlig neue Möglichkeiten für die Behandlung von Patienten - und ein Milliardengeschäft, an dem nicht nur Ärzte, Kliniken und die Pharmaindustrie, sondern auch Technologie- und Softwareunternehmen beteiligt sind.

Aus der digitalen Revolution im Gesundheitsmarkt leiten die Beratungsunternehmen Arthur D. Little und Roland Berger ein Marktvolumen von über 200 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 ab - gegenüber knapp 80 Milliarden im Jahr 2015. Die jährlichen Wachstumsraten dieses Marktes belaufen sich derzeit auf 21 Prozent – ein dreimal höheres Wachstum, als das der chinesischen Volkswirtschaft. Diese Trends werden keineswegs nur durch Ärzte, Kliniken, Apotheker und die Pharmaindustrie, sondern maßgeblich durch Technologie- und IT-Unternehmen vorangetrieben. Das Spektrum der Beteiligten reicht von App-Entwicklern und Start-ups bis zu globalen Playern aus der Industrie - was auch impliziert, dass Vertreter sehr unterschiedlicher Branchen von den neuen digitalen Trends profitieren werden.

 

Gesundheitsexperten, Pharmaindustrie und High-Tech-Firmen

Beispielsweise beschäftigen sich US-Firmen damit, intelligente Kleidungsstücke mit Sensoren auszustatten, die in der Lage sind, die Herzfrequenz, den Blutdruck und andere Vitaldaten des Trägers zu erfassen. IBM arbeitet zusammen mit der Medizintechnikfirma Medtronic an digitalen Überwachungssystemen für Diabetiker, die in der Lage sind, die Zeichen einer Unterzuckerung bereits Stunden vor diesem Ereignis zu erkennen. Philips ist dabei, ein vergleichbares Frühwarnsystem für Herzinfarktpatienten auf den Markt zu bringen.

Auch andere IT-Giganten (auch IBM und Medtronic sind IT-Unternehmen) wie Apple, Google, Microsoft und SAP positionieren sich in der digitalen Medizin und im neuen Geschäft mit der Gesundheit - zum Teil in gemeinsamen Projekten mit Partnern aus der Pharmaindustrie. Das Marktforschungsinstitut IMS Health gibt an, dass sich derzeit neun der 20 größten pharmazeutischen Hersteller im digitalen Gesundheitsmarkt engagieren. Ihre Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte liegen derzeit vor allem in der Robotik sowie der mobilen Patientenüberwachung mittels Smartphone-Apps. Auch die neuen Wearables - beispielsweise die Apple Watch - dürften in diesem Sektor künftig eine wesentliche Rolle spielen. 

 

Fitness, Gesundheit - und eine Flut von Smartphone-Apps

Mobile Apps für den Gesundheitsmarkt gibt es inzwischen fast wie Sand am Meer. Das Berliner Marktforschungsunternehmen Research2Guidance beziffert ihre Gesamtzahl im globalen Kontext auf mindestens 165.000. Für Deutschland geben die Berliner IT-Berater der Firma Nova Motum 95.000 mobile Anwendungen an, die ihren Verwendern in den Kategorien Fitness und Gesundheit Hilfestellung geben sollen.

 

Warum sollten Ärzte den digitalen Gesundheitsmarkt erschließen?

Hieraus ergibt sich ein immenser Wachstumsmarkt für Ärzte, Wissenschaftler und vor allem Programmierer. Die Besonderheit dabei: Der größte Teil dieser Programme wendet sich bisher nicht an Patienten, sondern an gesunde Nutzer. Die Gründe dafür liegen unter anderem in versicherungsrechtlichen Fragen: App-Anbieter, die mit den gesetzlichen Krankenkassen kooperieren wollen, müssen eine Zulassung ihres Programms als Medizinprodukt erwirken und seinen medizinischen Nutzen dafür im Rahmen von Studien belegen. Viele Entwickler scheuen diesen Schritt, da er Zeit und Aufwand bis zur Marktreife erheblich verzögert. Allerdings melden sich gerade in jüngster Zeit auch Stimmen, die sich wünschen, dass sich die Ärzte hier stärker engagieren, meinungsbildend wirken und ihren Patienten bei der Auswahl passender Gesundheits-Apps Orientierung bieten.

 

Smartphones und Apps als personalisierte Kontrollinstanzen

Auf jeden Fall beschleunigen Smartphones die Digitalisierung der Gesundheitsbranche - durch ihre App-Ausstattung übernehmen die Geräte die Funktionen einer medizinischen Kontroll- und Kommunikationszentrale.

Den Wünschen heutiger Patienten und auch vieler Ärzte nach einer personalisierten Medizin dürfte diese Entwicklung weit entgegenkommen. Roland-Berger-Partner Morris Husseini stellt Digitalisierung und Mobilisierung im Gesundheitsmarkt in einen gemeinsamen Kontext mit der sogenannten P4-Medizin. Der Begriff P4 steht für eine prädiktive (absehbare, prognostizierbare und somit transparente), präventive, personalisierte sowie partizipative Behandlung, die beispielsweise in der Krebstherapie oder der Immunologie bereits heute eine wesentliche Rolle spielt. Laut Hosseini ist die P4-Medizin durch die digitale Unterstützung in der Lage, bereits dann zu wirken, bevor die Behandlung einer Krankheit nötig wird.

 

Internationalisierte und differenzierte Wertschöpfung

Gleichzeitig wirken sich die neuen Technologien über die gesamte Wertschöpfungskette im Gesundheitssektor aus. Pharmakonzerne und High-Tech-Firmen testen derzeit die Möglichkeit individueller Medikationen auf der Basis digitaler Gesundheitsdaten, die persönliche Konsultationen von Ärzten oder Apothekern perspektivisch überflüssig machen könnten. Datenbasierte Diagnosen in weltweiten Dimensionen oder die Herstellung von personalisierten Medikamenten mit einem 3D-Drucker könnten bald Realität werden. Auch das "Internet der Dinge" wird in Zukunft neue Möglichkeiten eröffnen. Telemedizinische Diagnosen sind in der Online-Medizin schon heute gelebte Praxis.

Auch die Krankenversicherungen und der Staat profitieren von der Digitalisierungswelle im Gesundheitsmarkt. In den kommenden fünf Jahren könnten die Kosten der nationalen Gesundheitssysteme durch elektronische Patientenakten um rund 80 Milliarden US-Dollar sinken, gleichzeitig werden sich die Systeme durch die Digitalisierung in hohem Maße internationalisieren. Ein verminderter Verwaltungsaufwand und Synergieeffekte einer „grenzüberschreitenden Medizin“ sind demnach zu erwarten.

 

Werbeagentur Schlösser - Partner für digitale Innovationsprojekte

Natürlich bieten die neuen digitalen Trends auch Chancen für das Marketing. Neue und auch etablierte Player im Gesundheitssektor müssen sich in einem digitalen Umfeld positionieren und als Marke profilieren – wenn sie von den neuen Märkten profitieren möchten. Dabei haben sie mit einem starken Wettbewerb zu rechnen.

Für Unternehmen, die im Bereich der Medizintechnik oder der Medizinprodukte tätig sind, ist unsere Marketingagentur in Bayreuth ein zuverlässiger Partner mit umfangreicher Expertise in der medizinisch orientierten B2B-Kommunikation. Als spezialisierte Werbeagentur für Healthcare Marketing und Medical Marketing in Bayreuth begleiten wir selbstverständlich auch Ihre digitalen Innovationsprojekte mit fachlich fundierten und treffsicheren Kampagnen.

Foto: Syda Productions / shutterstock.com

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