Werbeagentur Bayreuth Marken Strategien Kommunikation

Bald Praxis? Die Online-Videosprechstunde per Smartphone

Digitalisierung des Gesundheitswesens: Das E-Health-Gesetz rückt zielgruppengerechte Patienteninformation in den Fokus

Am 1. Januar 2016 ist das „Gesetz für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen“ (kurz: E-Health-Gesetz) in Kraft getreten. Salopp könnte man dieses Gesetz auch als Befehl zur digitalen Revolution im Gesundheitswesen bezeichnen – einer Branche, die sich mit der Digitalisierung bislang noch etwas schwertut. Das vielleicht bedeutendste Hindernis ist die Sorge um den Datenschutz. Eine nachvollziehbare Sorge, schließlich handelt es sich bei Patientendaten um sehr vertrauliche Informationen.

Das E-Health-Gesetz soll nun endlich für Bewegung in der Digitalisierung sorgen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe dazu: „Mit dem E-Health-Gesetz treiben wir den Fortschritt im Gesundheitswesen voran. Dabei stehen Patientennutzen und Datenschutz im Mittelpunkt. Eine sichere digitale Infrastruktur verbessert die Gesundheitsversorgung und stärkt die Selbstbestimmung der Patienten – das bringt echten Nutzen für die Versicherten.“

 

Das neue E-Health-Gesetz: Ausgewählte Schwerpunkte

  • Ein wichtiger Schwerpunkt des E-Health-Gesetzes ist die Förderung der Patientensicherheit: So haben Patienten, die drei oder mehr Medikamente erhalten, bereits ab Oktober 2016 Anspruch auf einen Medikationsplan, der ab 2018 auch auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden kann. „Jeder an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmende Arzt ist verpflichtet, bei der Verordnung eines Arzneimittels den Versicherten […] über diesen Anspruch zu informieren“, heißt es hierzu im Gesetzestext.
  • Nach langem Ringen wurde im E-Health-Gesetz auch die elektronische Patientenakte festgeschrieben: Bis 2018 müssen die technischen bzw. IT-infrastrukturellen Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Die in der elektronischen Patientenakte vorgehaltenen Daten (z.B. Arztbriefe, Daten zur Medikation) müssen vom Patienten per gesichertem Fernzugriff eingesehen werden können.
  • Umgekehrt können auch die Patienten ihren behandelnden Ärzten Daten zur Verfügung stellen, beispielsweise „ein Patiententagebuch über Blutzuckermessungen oder Daten von Wearables und Fitnessarmbändern“, so die Vorschläge des Bundesgesundheitsministeriums. Das elektronische Patientenfach soll in Verbindung mit der elektronischen Gesundheitskarte von den Patienten jederzeit geöffnet werden können.
  • Eine weitere ganz essenzielle Säule des E-Health-Gesetzes ist die Förderung der Telemedizin (Telemedizin im konsiliarischen Sinne, Fern-OPs sind damit nicht gemeint). Schon im Jahr 2017 sollen die telekonsiliarische Befundbeurteilung von Röntgenaufnahmen und die Online-Videosprechstunde in die vertragsärztliche Versorgung aufgenommen werden.

Folgen des E-Health-Gesetzes für Ärzte, Kliniken und Patienten

Auf der Website des Bundesgesundheitsministeriums heißt es optimistisch: „Auf der Gesundheitskarte gespeicherte Notfalldaten können Leben retten, ein Medikationsplan kann lebensgefährliche Wechselwirkungen verhindern und die Telemedizin mobil eingeschränkte Menschen unterstützen. Und mit der elektronischen Patientenakte und dem Patientenfach sind die Patienten besser über ihre Diagnosen und Therapien informiert. Sie bekommen zudem erstmals die Möglichkeit, auch selbst Daten – z.B. aus Fitnesstrackern oder sog. Wearables – dem Arzt zu übermitteln. […] Mit einer sicheren digitalen Infrastruktur, an die alle Ärzte, Zahnärzte, Krankenhäuser, Apotheken und Versicherten angeschlossen sind, schaffen wir die Voraussetzungen für die medizinische Versorgung der Zukunft.“

Fakt ist: Der Fortschritt – die Digitalisierung – wird so oder so vor dem Gesundheitswesen nicht haltmachen. Das E-Health-Gesetz fordert diesen Fortschritt nun ein, und zwar innerhalb klarer Fristen. Es setzt Ärzte und Kliniken also einigermaßen unter Druck, den Patienten künftig auf digitalem Wege mehr Möglichkeiten zur Einsichtnahme, Mitbestimmung und Kontaktaufnahme zu bieten.

 

USA: Erfolgsfaktor Zielgruppengerechte Patienteninformation

In den USA ist die Pflicht zur elektronischen Patientenakte plus Patientenportal im so genannten HITECH-Gesetz festgeschrieben. Eine Studie aus den USA hat laut aerztezeitung.de nun verdeutlicht, „dass Patientenportale oder Gesundheitsakten nur funktionieren, wenn die Patienten vor der Einführung umfassend über Möglichkeiten und Grenzen dieses Kommunikationsangebotes aufgeklärt werden – und zwar zielgruppengerecht. […] Eine Aufgabe, die allerdings nicht an den ohnehin unter Zeitdruck stehenden Klinik- und Praxismitarbeitern hängen bleiben darf.“

Als spezialisierte Werbeagentur für Medical Marketing, Healthcare Marketing und patientengerechte Kommunikation beraten wir Sie gerne zu Ihren Optionen in zukunftssicherer digitaler Patienteninformation. Mit unserer gewachsenen medizinischen Expertise und langjährigen Erfahrung in digitaler Kommunikation begleiten wir Sie kompetent auf dem spannenden Weg in die digitale Zukunft des Gesundheitswesens.


Foto: Andrey_Popov / shutterstock.com

Ihre Werbeagentur für Medizin & B-to-B

Projektbeispiele:

Titelmotiv Ärztin zu Fortbildung als USP im Marketing für Medizinprodukte
Forum for Advanced Medical Education
Praxismarketing Augenarzt Untersuchung Netzhaut
Privatärztliche Augenarztpraxis Ocumedic
Planung, Design, Programmierung und Content-Management für die Microsite des EndoProthetikZentrum Juliusspital stammen von Schlösser & Co. Marketing aus Bayreuth.
Endoprothetik im Juliusspital