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RTL-Sendung stellt Probleme in drei Krankenhäusern als gravierend dar: Image-Schaden für alle Kliniken?

Unter Journalisten-Kollegen sind seine Undercover-Methoden nicht immer unumstritten, aber bewegt haben sie definitiv schon so einiges. Nun ist Günter Wallraff für sein Lebenswerk mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet worden. An den wohlverdienten Ruhestand denkt der 73-Jährige, der wie kein anderer für den Begriff „Enthüllungsjournalismus“ steht, aber noch lange nicht. Im Gegenteil…

Derzeit sorgt Wallraff mit seinem Reporter-Team mal wieder für mächtig Gesprächsstoff. Anlass ist die Sendung „Profit statt Gesundheit – Wenn Krankenhäuser für Patienten gefährlich werden“, die am 11. Januar bei RTL gezeigt wurde.

 

Eine Pflege-Praktikantin, die eigentlich Reporterin ist

Mehrere Monate lang war Günter Wallraffs Mitarbeiterin Pia Osterhaus undercover als Pflege-Praktikantin an insgesamt drei deutschen Krankenhäusern tätig – an einem städtischen Krankenhaus und an zwei Kliniken, die ganz bzw. teilweise von einer bekannten Klinik-Gruppe betrieben werden. Als temporäre Klinik-Mitarbeiterin getarnt, wollte die junge Journalistin die Arbeitsbedingungen und den Umgang mit Patienten in deutschen Kliniken unter die Lupe nehmen, um später in der RTL-Sendung „Team Wallraff“ darüber zu berichten.

Der so entstandene Filmbeitrag, für dessen Beweiskraft Pia Osterhaus immer wieder auch eine versteckte Kamera verwendete, stellt zum Teil haarsträubende Missstände dar. Patienten-Tragen seien nach der Benutzung nicht desinfiziert worden, heißt es in der Reportage. Verdreckte Böden, Flure und Betten werden gezeigt. Die Pflegekräfte müssten in aller Regel am Limit arbeiten, um das Pensum zu schaffen, so der Beitrag. Der Umgang mit den Patienten ist den Videoaufnahmen zufolge häufig ruppig, teilweise sogar beleidigend, in einzelnen Fällen menschenunwürdig. Wenn Personalmangel und Dauerstress dann auch noch zu Lasten der Patientensicherheit gehen, wie in einigen Situationen dargestellt, dann reagiert man als Zuschauer schon mal mit ungläubigem Kopfschütteln. Ob die Reportage die Zustände nun objektiv oder (der Quote wegen) übertrieben darstellt, kann man als Zuschauer freilich nicht beurteilen. Fakt ist aber: Das Gezeigte hinterlässt einen gewissen Eindruck.

 

Konsequenz für die betroffenen Kliniken: Schnell Lösungen finden

Für die im TV-Beitrag genannten Krankenhäuser gilt es nun, Stellung zu den erhobenen Vorwürfen nehmen, d.h. sowohl zu den gefilmten Situationen als auch zu den anonymisierten Aussagen von Klinik-Mitarbeitern und Patienten. Vor allem aber müssen diese Kliniken zügig Maßnahmen zur nachhaltigen Überwindung tatsächlich vorhandener Missstände einleiten und diese Maßnahmen auch kommunizieren. Ansonsten droht ihnen aufgrund des TV-Beitrags und des dadurch entstandenen Vertrauensverlusts ein erheblicher Image-Schaden – auf ungewisse Zeit, mit allen Folgen.

 

Konsequenz für alle Kliniken: Gute Strukturen gut kommunizieren

Nein, kein Patient wird ernsthaft erwarten, dass in einem Krankenhaus immer alles perfekt läuft. Aber jeder Patient darf erwarten, dass er mit seiner Erkrankungssituation ernst genommen und bestmöglich behandelt wird. Selbst wenn der RTL-Beitrag womöglich übertrieben hat, werden künftig immer mehr Patienten die Versorgung und den Service im deutschen Klinikwesen kritisch hinterfragen und bewerten. Diese Fragen werden immer öfter öffentlich gestellt werden, und diese Bewertungen werden immer öfter öffentlich abgegeben werden: und zwar im Internet, beispielsweise in Klinik-Bewertungsportalen.

Deshalb empfiehlt es sich für jede medizinische Einrichtung – ob Klinik, MVZ oder Arztpraxis –, das Vertrauen der Patientinnen und Patienten mit einer transparenten Patientenkommunikation dauerhaft zu pflegen. Über Probleme, die sich auf die Patientenversorgung auswirken, und natürlich über die entsprechenden Lösungswege muss unbedingt rechtzeitig, patientenorientiert und verständlich informiert werden. Als spezialisierte Agentur für fundierte Patientenkommunikation helfen wir Kliniken und Krankenhäusern, stabile Beziehungen zu ihren Patienten aufzubauen und zu pflegen. Zum Nutzen beider Seiten – der Patienten und der Klinik.


Foto: YIUCHEUNG / shutterstock.com

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